Ein Kampf-Sport fasst in der Schweiz langsam Fuss (SMMAC am 1.12.13 in Basel) Bericht in der BZ

Rund 20 Kämpfer massen sich im Basler Rhypark im Mixed Martial Arts. Mit 500 Zuschauern war der Event ein voller Erfolg. In Deutschland und den USA hat sich die Sportart bereits etabliert. von Jeremy Weill

Ein Mix aus Schlagen, Ringen, Boxen und Judo – so lässt sich Mixed Martial Arts (MMA) am besten beschreiben. Oder vereinfacht gesagt: Man darf alles. Man könnte die Popularität der Sportart auch in Zahlen beschreiben: Der weltweit grösste MMA-Veranstalter «Ultimate Fighting Championship» (UFC) hat auf Facebook 11 Millionen Fans und die Kämpfe werden in den USA von durchschnittlich 6 Millionen Zuschauern live am Fernsehen geschaut. Auch in Deutschland geniesst MMA bereits eine zahlreiche Fangemeinde, nur in der Schweiz hat die Sportart selten für Aufsehen gesorgt.

Nun haben sich am Samstag im Basler Rhypark rund 500 Zuschauer versammelt, um zahlreiche Kämpfe verschiedenster Gewichts- und Stärkeklassen zu sehen. Steven Mapakou Jencic hat diesen Event zusammen mit Agon Hoti und Niko Grubesa organisiert. Jencic selber hat seinen Ursprung im Thaiboxen, wollte jedoch etwas Neues bewirken, was auch gelungen ist. «Gute Kämpfe, keine Verletzte und viele Zuschauer, mehr können wir nicht verlangen», meint Jencic, der gedenkt den Event auch nächstes Jahr durchzuführen. Schwierig sei es jedoch gewesen, Sponsoren zu finden, weshalb ein Grossteil des Anlasses aus der eigenen Tasche der Organisatoren finanziert wurde.

Unterstützung bekamen sie von Rafael Perlungher, dem Inhaber der Yogaka MMA-Academy. Er ist seit Jahren ein Kenner der MMA-Szene und war beeindruckt vom Event. Laut Perlungher entwickelt sich die Sportart in der Schweiz sehr schnell. «Ein solcher Anlass ist eine gute Plattform für Kämpfer, da es in der Schweiz leider noch nicht so viel gibt.»

Um in dieser Sportart nach oben zu kommen, ist es eminent, sich für bessere Organisationen zu empfehlen. Den Schritt über den grossen Teich in die USA schaffen Wenige. Einer der es schaffen könnte, ist der Deutsche David Zawada, der gestern den Titelkampf zum «internationalen Schweizer Meister» gewonnen hat.