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YOGAKA International

FAQ: MMA

Was ist MMA?

Mixed Martial Arts (gemischte Kampfkünste), beinhaltet Techniken aus den verschiedensten Kampfkünsten, und olympischen Sportarten, wie: Judo, Ringen, Taekwondo, Muay Thai, Jiu-Jitsu, und Karate.
Die Sportler haben aussergewöhnliche Fähigkeiten in vielen Disziplinen, und stehen einander gegenüber in einem sportlichen Zweikampf.
Der Sport hat Regeln, welche die Verletzungsgefahr für die Athleten soweit wie möglich reduzieren sollen, und den Ablauf eines Wettkampfes regeln.
Die Begegnungen sind weder abgesprochen, noch sonst von aussen beeinflusst. In diesem Sinne ist MMA gleich dem Boxen und Kickboxen. Der Ablauf der Kämpfe ist nicht geplant, wie dies beim Show-Wrestling der Fall ist.
Im Gegensatz zu Box- und Kickboxkämpfen jedoch kann der Kämpfer jederzeit den Kampf aufgeben. Dies geschieht durch „Abklopfen“ auf den Boden, oder den Gegner, oder verbal, woraufhin der Schiedsrichter sofort den Kampf beendet. Der Athlet, welcher aufgibt, wird als der Unterlegene erachtet, und verliert den Kampf durch Aufgabe (submission).
Im MMA unterscheidet man grob zwischen zwei Arten von Techniken: Schlagen und Ringen (striking – grappling).
Die erlaubten Schläge können je nach Situation mit Händen, Füssen, Knie und Ellbögen angebracht werden.
Das Ringen beinhaltet Würfe, Kampf um die Kontrolle am Boden, Würgegriffe und Gelenkhebel.
Ziel eines MMA-Wettkampfes ist es, den Gegner zum Aufgeben zu bewegen, ihn auszuknocken, oder zu gewinnen, indem man den Kampfverlauf dominiert und mehr Punkte zugesprochen bekommt.
MMA ist ein intensiver, aber fairer Sport.

Wer hat MMA erfunden?

Da müssen wir prinzipiell über 2000 Jahre weit zurückgehen, denn bereits die alten Griechen kannten eine dem MMA ähnliche Wettkampfform. „Pankration“ nannten sie diesen Kampf, was übersetzt „Alle Kraft“ bedeutet.
Pankration fand stets am letzten Tag der olympischen Spiele statt, und die Athleten aus dem Pale und Pygme (Boxen und Ringen) massen sich in ihren Kräften und ihrem Können. Auch der Philosoph Platon war Olympiasieger im Pankration (http://www.scc-events.com/news/news002360.html).
Das moderne MMA wurde in Brasilien wiederbelebt, war dort als „Vale Tudo“ (alles geht) bekannt.Die besten Kämpfer des brasilianischen Jiu-Jitsu massen sich untereinander und mit Kämpfern anderer Stile.
Anfang der 90er Jahre wurde durch die ersten UFC-Veranstaltungen das MMA erstmals einer breiten Masse bekannt gemacht. Seither folgten zahllose Veranstaltungen auf der ganzen Welt diesem Beispiel und veranstalten Wettkämpfe und Galas.

MMA ist ein Sport mit Regeln, Spass, Wettkampf, Training, Erfolg, Niederlage Kameradschaft und so weiter. Wie jede andere Sportart auch.

Es treten zwei hochtrainierte Athleten unter fairen Bedingungen nach Regeln, die die Verletzungsgefahr so weit wie möglich verringern sollen.
Im sportlichen Wettstreit können natürlich Verletzungen geschehen. Zahlreiche Studien z.B. Der John Hopkins University haben jedoch gezeigt, dass beim MMA Verletzungen ähnlich selten oder häufig sind, wie in anderen Kontaktsportarten.

Warum wird im einem Käfig gekämpft?

Die umzäunte Kampffläche dient dazu, die Kämpfer zu schützen.
Anfangs wurde im einem Boxring gekämpft, durch dem Umstand jedoch, dass Ringen und Würfe ein Bestandteil des MMA sind kam es mehrfach vor, dass Kämpfer zwischen den Seilen hindurch, oder gar über die Seile fielen. Es kam sogar vor, dass Kämpfer sich in den Seilen verhedderten, oder unter den Seilen durchrutschten.
Dieses Risiko wollte man verhindern.
Die Einführung des Käfigs aus Maschendrahtzaun war eine Erleichterung für die Athleten. Der Sicherheitsgewinn war enorm. Ausserdem muss sich kein Kämpfer mehr darauf konzentrieren, nicht durch die Seile zu rutschen, was ebenso die Sicherheit erhöht.

Ist MMA so was ähnliches wie Show-Wrestling?

Nein. Das in den USA beliebte Show-Wrestling ist eine grosse sportliche Leistung des Darbieter. Es ist jedoch zumeist kein echter Kampf, sondern abgesprochen.
Im Show-Wrestling kommt der Einsatz von Waffen und Hilfsmitteln vor, während MMA ein sportlicher Zweikampf ist.

Manche sagen: “MMA ist kein Sport”. Stimmt das? Kann MMA als Sport bezeichnet werden?

Im MMA messen zwei hochtrainierte Athleten der gleichen Gewichtsklasse nach festgelegten Regeln in einem fairen Kampf ihre Kräfte, der Bessere möge gewinnen. Ebenso wie in jeder anderen Sportart. Der faire sportliche Zweikampf mit einem Gegenüber erachten wir als eine ehrenvolle und sportliche Angelegenheit.
Die Kämpfer führen sowohl vor als auch nach dem Kampf eine kollegiale Beziehung.

Aber, viele Raufbolde trainieren bestimmt MMA?

Die Erfahrung spricht für das Gegenteil. Wer Schwächere angreift und sich allzu leicht provozieren lässt, der ist kein Kämpfer. Das Training setzt Durchhaltewillen, mentale Stärke und Geduld voraus. Eigenschaften die zumeist rar sind bei jenen, deren einziges Erfolgserlebnis es ist, einen friedlichen Passanten erfolgreich anzupöbeln.

Hartes Training, und da kann MMA-Training sicherlich dazugezählt werden, fördert das Selbstbewusstsein und die Charakterentwicklung.
Wirklich starke Menschen, sind friedliche Menschen.

Von einem MMA-Kämpfer wird erwartet, dass er sich im Wettkampf beweist, dass er sich in einem fairen Zweikampf mit einen gleichermassen trainierten und erfahrenen Gegner misst. Das benötigt Mut, Stärke, Durchhaltewillen.

Zudem verpflichtet sich jedes Yogaka-Mitglied den Ehrenkodex allzeit einzuhalten. Bei Widerhandlung folgt der Ausschluss.

Aber, MMA hat doch keine Regeln?

Eine Fehlbehauptung. Diese Lüge haben Medien verbreitet, deren Seriosität in Zweifel gezogen werden darf.
In Wahrheit verfügt MMA über ein sehr umfangreiches Regelwerk, in welchem sowohl der Kampfablauf als auch z.B. Verbotene Techniken geregelt werden.
MAX FC stützt sein Regelwerk auf die unified rules of mma, den international anerkannten Regeln. Sanktioniert wird mma nach den Regeln der IFCS, international Federation of combat Sports.

Warum liegen die Kämpfer am Boden rum?

Der Bodenkampf nimmt im MMA eine wichtige Stellung ein. Dadurch, dass es im MMA den Athleten erlaubt ist zu ringen und zu grappeln geht eine Vielzahl der Kämpfe zu Boden. Der Kampf am Boden ist sehr viel anspruchsvoller als es scheint.
Die Kämpfer trainieren die Kunst des Grappelns, und erlernen zahlreiche Hebel und Kontrollpositionen, um den Gegner zur Aufgabe zu zwingen, oder durch Fauststösse den Kampf zu entscheiden.
Der hochkomplexe Bodenkampf ist für eingefleischte Fans hochinteressant, und seine Feinheiten erschliessen sich oftmals nur Kennern.

Warum wird ein am Boden liegender Kämpfer geschlagen und getreten?

Die Schläge am Boden gehören zum MMA-Kampf dazu. Meist werden diese dazu benutzt, den Gegner abzulenken um die Position zu verbessern, oder einen Hebel anzusetzen. Sie können jedoch in der geeigneten Position auch eingesetzt werden, um den Gegner zur Aufgabe zu bewegen, oder einen TKO zu erreichen.
Ein TKO (Technischer Knockout) wird erklärt, wenn der Schiedsrichter eingreift. Der Schiedsrichter unterbricht den Kampf sofort, wenn einer der Kämpfer dem Kampf ausweicht und/oder sich nicht mehr aktiv verteidigt.

Ist der unten liegende Kämpfer wehrlos?

Dieser Eindruck täuscht. Die MMA-Athleten trainieren diese Situation täglich. Sie trainieren, wie sie sich korrekt schützen können, und wie sie ihre Position verbessern können, das sogenannte „escapen“ (to escape = fliehen).
Auch aus der unteren Position kann ein Kämpfer entscheidende Schläge anbringen, oder einen Aufgabegriff wie einen Würger oder Hebel ansetzen.
Einige Kämpfer bevorzugen sogar die untere Position, auf dem Rücken liegend können sie alle vier Gliedmassen gleichermassen einsetzen, und haben somit sogar einen gewissen Vorteil.

Gab es schon Todesfälle im MMA?

Ja, auch im MMA gab es bereits Todesfälle zu betrauern.
Insgesamt sind in den letzten 100 Jahren drei Kämpfer in und um MMA-Kämpfe gestorben, hauptsächlich wegen Überlastung. Das Risiko einer Überlastung, oder einer Herzattacke ist bei älteren und weniger gut trainierten Sportlern erhöht.
Wie in jedem Sport ist deshalb eine sportärztliche Untersuchung von ungeheurer Wichtigkeit. Auf die eigene Gesundheit sollte geachtet werden.

Wer ist Royce Gracie, und warum ist er für das MMA so wichtig?

Royce Gracie war der Held der ersten UFC-Turniere.

In einer Zeit in der die Frage war ob Kung Fu, Karate oder Kickboxen überlegen sein mag, schockte Royce Gracie alle. Der nur 80kg schwere Brasilianer war in der Kunst des brasilianischen Jiu Jitsu geübt, und bezwang alle Gegner mit seinen Aufgabegriffen.
Teilweise waren die Gegner mehr als doppelt so schwer, und trotzdem war da keiner, der Royce besiegen konnte. Verloren hat er erst gegen den Japaner Kazushi Sakuraba, der ebenfalls ein ausserordentlicher Grappler war.
Royce Gracie hat damit massgeblich zur Verbreitung von MMA beigetragen, und auch zur Entwicklung des MMA. Erstmals wurde eine breite Öffentlichkeit auf MMA und BJJ aufmerksam.

Heute wissen wir, dass ein kompletter Kämpfer gleichermassen den Bodenkampf, wie auch das Schlagen und Treten trainieren sollte, und das verdanken wir unter anderem auch Royce Gracie.

Diese Erkenntniss deckt sich mit der von Grössen wie Bruce Lee, der da sagte:

“If we talk about fighting, as it is. I mean real fighting. Then baby you better train EVERY part of your body!”

Osu!